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Der französische Star unter den Hühnern: das Bressehuhn

Das Bressehuhn ist ein besonderes Tier: Mit rotem Kamm, weißem Federkleid und blauen Beinen trägt es die Nationalfarben seines Ursprungslands Frankreich. Das auch Bresse-Gauloise genannte Zuchtgeflügel stammt aus einer Region nordöstlich von Lyon. Im Zusammenhang mit einer tiergerechten Freilandhaltung und einer natürlichen Ernährung hat das Fleisch dieser Rasse ein außergewöhnliches Aroma.

Ein Huhn mit Markenschutz

Die Bressehühner sind nach ihrer Ursprungsregion Bresse benannt. Hier, zwischen dem Gebirgszug Jura und dem Fluss Saôn, liegt nordöstlich von Lyon die einzige Region, die „das Huhn der Bresse" offiziell züchten darf. Dies wurde bereits im Jahr 1601 per „Appelation d´Origine" durch Heinrich IV festgelegt. Werden Hühner dieser Rasse außerhalb dieses Heimatsgebiets gehalten, tragen sie daher den Namen Bresse-Gauloise. In Deutschland werden Tiere dieser Rasse übrigens auch als Les Bleues angeboten - eine Hommage an die nationalbewusste Farbgebung der französischen Hühner. Echte Bressehühner erkennst du an einem Gütesiegel, das ihre originale Herkunft aus der Region Bresse bestätigt.

Bressehuhn

Eine echte Hühnerrarität: Das Bresse-Gauloise oder Bressehuhn

Ein Hühnerleben als Bresse-Gauloise

Die Aufzucht von Bressehühnern ist aufwendig und begründet die hohe Fleischqualität. Nach maximal fünf Wochen unter der Wärmelampe darf diese Rasse in Freiheit leben: Mindestens neun Wochen lang sollte das Bressehuhn unter freiem Himmel leben. Viel Platz und hochwertiges Futter ist das Um und Auf für die lauffreudigen Tiere. Mindestens eine Freilandfläche von 10 qm fruchtbarer Wiese sollte jedem Huhn zur Verfügung stehen. Hier können die Hühner nach Herzenslust laufen, scharren und picken. Tiergerecht gehaltenen Bressehühner können sich so auch von Gräsern und Kräutern, aber auch von kleinen Insekten, Larven und Würmchen ernähren.

Die Ernährung hat einen sehr positiven Einfluss auf die Fleischqualität. Eine natürliche Bewegung während der Futtersuche, das Sonnenlicht und die frische Luft sind weitere Faktoren, die für ein wunderbar feines und saftiges Fleisch sorgen. Diese aufwendige Aufzucht begründet natürlich auch den höheren Einkaufspreis dieser Hühner, der jedoch angesichts des großen Aufwands durchaus angemessen ist.

 

Video: Das französische Bresse-Huhn, ein Rezept aus der Region Burgund.

Woran erkenne ich ein echtes Bressehuhn?

Ein Huhn aus der Region Bresse ist mit einem Qualitätssiegel gekennzeichnet. Es werden nur ganze Bressehühner verkauft. Und das ist eine Besonderheit, denn normalerweise ist in der EU der Verkauf von Hühnern nur ohne Beine, Hals und Kopf erlaubt. Nicht so bei den Bressehühnern: Hier hat Brüssel eine Ausnahme gemacht. Das Bressehuhn wird traditionell mit Kopf, Hals, Beinen und Füßen in den Handel gebracht. Inzwischen gibt es aber auch Bressehühner in küchenfertigem Zustand auf dem Markt. Immer vorhanden sind jedoch die Beine, an denen vor der Schlachtung der AOC-Siegelring (Appellation d´Origine Contrôlée) angebracht wird.

Und die Zubereitung?

Für das Bresse-Gauloise gibt es viele leckere Rezeptideen, denn seine hohe Fleischqualität hat schon viele Köche inspiriert. Einer der bekanntesten Bressehuhn-Fans war der französische Starkoch Paul Bocuse: Sein Bressehuhn-Rezept soll eines der Lieblingsgerichte des international renommierten Kochs gewesen sein. Ob mariniert, gefüllt, oder gekräutert, im Ganzen zubereitet oder in Teilen gegart - mit seiner einmaligen Fleischqualität und seiner Saftigkeit kannst auch du die köstlichsten Gerichte zaubern. Entscheide dich jetzt für ein Bressehuhn - am besten in Bio-Qualität!

Beim K&P Hendlhof in der Oststeiermark gibt es regelmäßig Bresse Gauloise Ab-Hof zu bestellen. Die Hühner werden auch österreichweit per Kühlversand zugestellt.

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