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AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Fair, verständlich
und transparent geregelt.

Diese Bedingungen regeln die Nutzung von nahgenuss, den Kauf direkt bei Verkäufer:innen, die Zahlungsabwicklung, Gutscheine und die Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben.

Fassung vom 5. August 2026 · gültig ab 5. August 2026

Das Wichtigste vorweg: nahgenuss betreibt einen Online-Marktplatz und vermittelt zwischen Partnerbetrieben und Kund:innen. Der Kaufvertrag über Lebensmittel kommt ausschließlich direkt zwischen der jeweiligen Verkäuferin beziehungsweise dem jeweiligen Verkäufer und der Kundin beziehungsweise dem Kunden zustande. nahgenuss unterstützt bei Darstellung, Bestellung, Zahlung und Kommunikation.

Dieses Dokument enthält Regelungen für Kund:innen (Abschnitte 1–12, 19–29) und gesonderte Regelungen für Verkäufer:innen (Abschnitte 13–16). Zwingende Verbraucherrechte bleiben von allen Bestimmungen unberührt.

Plattform Bestellung Preise & Gewicht Zahlung Rücktrittsrecht Verkäufer:innen Gutscheine Inhalte melden Haftung

1. Anbieter, Kontakt und Unternehmensangaben

Betreiber der Website und Vertragspartner für die Nutzung der Plattform ist:

nahgenuss web service KG
Kommanditgesellschaft – Betrieb eines Onlinedienstes
Mariahilferstraße 13/8
8020 Graz, Österreich
E-Mail: info@nahgenuss.at bzw. info@nahgenuss.de
Telefon: +43 676 8742 8671

Firmenbuchnummer: FN 439616 w
Firmenbuchgericht: Landesgericht für ZRS Graz
UID-Nummer: ATU70022717
Kammerzugehörigkeit: Wirtschaftskammer Steiermark, Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie
Gewerbebehörde: Magistrat Graz
Anwendbare Rechtsvorschrift: Gewerbeordnung, abrufbar unter www.ris.bka.gv.at
Vertretungsbefugt: Mag. Micha Brandtner MA (geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter)

Weitere Angaben und die vollständige Offenlegung findest du im Impressum.

Kontaktstelle für Nutzer:innen und Behörden (Artikel 11 und 12 der Verordnung (EU) 2022/2065 – Digital Services Act): info@nahgenuss.at. Kommunikationssprache ist Deutsch.

2. Geltungsbereich, Begriffe und Rangfolge

Diese AGB gelten für die Nutzung von nahgenuss.at und der dazugehörigen Bereiche durch Besucher:innen, registrierte Kund:innen sowie gewerbliche oder landwirtschaftliche Verkäufer:innen. Maßgeblich ist jeweils die bei Vertragsabschluss geltende Fassung.

Kund:innen sind Personen, die über die Plattform Produkte bestellen. Verbraucher:innen sind Kund:innen im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG).

Verkäufer:innen sind insbesondere Bio-Bäuerinnen, Bio-Bauern, Fischereien, Jäger:innen und andere freigeschaltete Partnerbetriebe, die eigene Produkte anbieten. Sie sind gegenüber nahgenuss stets Unternehmer:innen.

Nutzer:innen bezeichnet beide Gruppen sowie sonstige registrierte Personen.

Rangfolge: Vorrang haben zwingende gesetzliche Bestimmungen, danach ausdrücklich und individuell getroffene schriftliche Vereinbarungen, danach diese AGB. Allgemeine Geschäftsbedingungen von Nutzer:innen gelten nur, wenn nahgenuss ihnen ausdrücklich und in Textform zugestimmt hat; ihrer Geltung wird andernfalls widersprochen.

3. Rolle von nahgenuss und Vertragspartner

nahgenuss stellt eine Online-Plattform bereit, auf der Verkäufer:innen Lebensmittel anbieten und Kund:innen diese bestellen können. nahgenuss unterstützt unter anderem bei Darstellung, Bestellung, Kommunikation, Zahlungsabwicklung und – soweit angeboten – Versandorganisation.

Der Kaufvertrag über das jeweilige Produkt kommt ausschließlich zwischen der Verkäuferin beziehungsweise dem Verkäufer und der Kundin beziehungsweise dem Kunden zustande. nahgenuss wird nicht Eigentümer der angebotenen Ware, ist weder Hersteller noch Verkäufer der Lebensmittel und tritt Kund:innen gegenüber nicht als Vertragspartner des Kaufvertrags auf.

Für Herstellung, Produktbeschreibung, Kennzeichnung, Preis, Verfügbarkeit, Qualität, Übergabe, Versand und Erfüllung des Kaufvertrags ist die jeweilige Verkäuferin beziehungsweise der jeweilige Verkäufer verantwortlich. Die Identität und Kontaktdaten der Verkäuferin beziehungsweise des Verkäufers werden vor Abgabe der Bestellung sowie in der Bestellbestätigung ausgewiesen.

Rechtlich ist nahgenuss Anbieter eines Online-Vermittlungsdienstes im Sinne der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B-Verordnung) sowie Anbieter eines Hostingdienstes beziehungsweise einer Online-Plattform im Sinne der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act). Gesetzliche Verantwortlichkeiten von nahgenuss als Plattformbetreiber bleiben unberührt.

4. Registrierung und Nutzerkonto

Für Bestellungen und das Anbieten von Produkten ist grundsätzlich ein Nutzerkonto erforderlich. Nutzer:innen müssen mindestens 18 Jahre alt und unbeschränkt geschäftsfähig sein. Ein Anspruch auf Registrierung oder Freischaltung besteht nicht.

Alle Angaben müssen vollständig, richtig und aktuell sein und sind bei Änderungen zu aktualisieren. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht unbefugt weitergegeben werden. Bei Verdacht auf eine missbräuchliche Nutzung ist nahgenuss unverzüglich zu informieren.

Profile von Verkäufer:innen werden erst nach Prüfung und Freischaltung durch nahgenuss vollständig nutzbar. Vor der Freischaltung erhebt nahgenuss die gesetzlich vorgesehenen Angaben zur Identität, Erreichbarkeit, Registrierung und Zahlungsverbindung des Betriebs und prüft deren Plausibilität.

Nutzer:innen sind für Handlungen von Personen verantwortlich, denen sie den Zugang berechtigt überlassen haben. Eine Haftung für unbefugte Nutzung besteht nur, soweit die Nutzer:innen diese zu vertreten haben.

5. Angebote, Produktinformationen und Lebensmittelrecht

Verkäufer:innen erstellen ihre Angebote eigenverantwortlich. Sie müssen Produkte, Mengen, Preise, Grundpreise, Liefer- oder Abholbedingungen, Zutaten, Allergene, Herkunft, Nährwerte und sonstige gesetzlich erforderliche Angaben richtig, verständlich und aktuell darstellen.

Fernabsatz von Lebensmitteln: Die nach der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011 verpflichtenden Informationen – mit Ausnahme des Mindesthaltbarkeits- beziehungsweise Verbrauchsdatums – müssen bereits vor Abschluss der Bestellung verfügbar sein und werden zusätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung bereitgestellt. Für Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Angaben ist die jeweilige Verkäuferin beziehungsweise der jeweilige Verkäufer verantwortlich.

Die Präsentation eines Produkts auf der Plattform ist eine unverbindliche Einladung zur Abgabe einer Bestellung. Maßgeblich für den Vertragsabschluss sind die Angaben im Bestellvorgang und die anschließende Bestätigung.

Produktbilder können aufgrund natürlicher Unterschiede, Zuschnitt, Gewicht, Reifung oder Verpackung vom tatsächlich gelieferten Produkt abweichen, sofern die Abweichung zumutbar ist und keine zugesicherte Eigenschaft betrifft.

6. Bestellung, Vertragsabschluss und Vertragstext

Kund:innen kaufen die im jeweiligen Angebot angeführten Lebensmittel unmittelbar im Rahmen des Bestellvorgangs. 

Vor dem Absenden werden alle Eingaben in einer Übersicht zusammengefasst und können mit den üblichen Tastatur- und Mausfunktionen sowie über die Zurück-Funktion geprüft, geändert oder abgebrochen werden. Mit dem Betätigen der eindeutig beschrifteten Bestellschaltfläche gibt die Kundin beziehungsweise der Kunde eine verbindliche Bestellung ab.

Der Kaufvertrag kommt mit der Bestellbestätigung der Verkäuferin beziehungsweise des Verkäufers beziehungsweise – bei sofortiger Online-Zahlung – mit erfolgreicher Zahlungsbestätigung zustande, sofern im Bestellvorgang nichts Abweichendes angegeben wird. Eine automatisierte Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar, sofern sie nicht ausdrücklich als Bestellbestätigung bezeichnet ist.

Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext wird von nahgenuss gespeichert und ist für registrierte Kund:innen im Nutzerkonto abrufbar; zusätzlich werden die wesentlichen Bestelldaten per E-Mail übermittelt. Diese AGB können jederzeit auf dieser Seite abgerufen, gespeichert und ausgedruckt werden.

7. Preise, Gewichtstoleranz und Endabrechnung

Alle im Angebot genannten Preise sind Endpreise in Euro und enthalten die jeweils anwendbare Umsatzsteuer. Bietet eine Verkäuferin beziehungsweise ein Verkäufer als umsatzsteuerbefreite Kleinunternehmerin beziehungsweise umsatzsteuerbefreiter Kleinunternehmer an, wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Versandkosten und gesondert gebuchte Zusatzleistungen werden vor Abgabe der Bestellung getrennt ausgewiesen.

Gewichtsabhängige Produkte: Bei Naturprodukten steht das exakte Gewicht erst nach Zerlegung, Reifung und Verpackung fest. Verbindlich vereinbart wird in diesen Fällen der im Angebot ausgewiesene Preis je Einheit (zum Beispiel je Kilogramm). Der im Bestellvorgang angezeigte Gesamtbetrag beruht auf einem Schätzgewicht, ist ein Circa-Betrag und wird als solcher gekennzeichnet.

Abgerechnet wird ausschließlich das tatsächlich gelieferte Gewicht zum vereinbarten Einheitspreis. Die Abweichung wirkt in beide Richtungen: Fällt das Gewicht geringer aus, verringert sich der Kaufpreis entsprechend. Die im jeweiligen Angebot ausgewiesene Toleranz beträgt bis zu 30 % nach oben und nach unten. Der Einheitspreis selbst wird nach Vertragsabschluss nicht einseitig erhöht.

Übersteigt der Endbetrag den angezeigten Circa-Betrag um mehr als die ausgewiesene Toleranz, wird der Mehrbetrag nur nach ausdrücklicher Zustimmung der Kundin beziehungsweise des Kunden verrechnet. Wird die Zustimmung nicht erteilt, kann die Bestellung insoweit kostenfrei storniert werden; bereits geleistete Zahlungen werden erstattet.

Bei Kartenzahlung kann ein Betrag in Höhe des Circa-Betrags zuzüglich der ausgewiesenen Toleranz vorautorisiert werden. Eingezogen wird ausschließlich der tatsächlich abgerechnete Endbetrag; darüber hinausgehende Reservierungen werden freigegeben.

8. Abholung, Lieferung, Versand und Gefahrübergang

Ob Abholung oder Versand möglich ist, ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Kund:innen müssen vereinbarte Abholtermine beachten und bei Zustellung eine vollständige, erreichbare Lieferadresse angeben. Mehrkosten durch unrichtige Adressangaben oder eine nicht wahrgenommene Zustellung können weiterverrechnet werden, soweit sie die Kundin beziehungsweise der Kunde zu vertreten hat.

Gefahrübergang bei Verbraucher:innen: Die Gefahr des Verlusts oder der Beschädigung geht erst mit Übergabe der Ware an die Kundin, den Kunden oder eine von ihr beziehungsweise ihm benannte empfangsberechtigte Person über. Beauftragt die Kundin beziehungsweise der Kunde selbst ein von der Verkäuferseite nicht vorgeschlagenes Transportunternehmen, geht die Gefahr bereits mit Übergabe an dieses über. Zwingende gesetzliche Bestimmungen bleiben unberührt.

Gefahrübergang bei Unternehmer:innen: Beim Versendungskauf geht die Gefahr mit Übergabe der Ware an das Transportunternehmen über.

Frische und gekühlte Ware ist nach Erhalt unverzüglich zu kontrollieren, auszupacken und entsprechend den Hinweisen zu lagern. Offensichtliche Transportschäden sollten möglichst sofort dokumentiert und dem Zusteller sowie der Verkäuferin beziehungsweise dem Verkäufer gemeldet werden. Eine unterbliebene oder verspätete Meldung schränkt zwingende Rechte von Verbraucher:innen nicht ein, kann aber die Aufklärung der Schadensursache erschweren.

9. Zahlung, Zahlungsdienstleister und Inkassovollmacht

Je nach Verkäufer:in stehen Online-Zahlung, Banküberweisung oder Zahlung bei Abholung zur Verfügung. Die im Einzelfall verfügbaren Zahlungsarten werden im Bestellvorgang angezeigt.

Inkassovollmacht: Verkäufer:innen bevollmächtigen nahgenuss, Zahlungen aus vermittelten Bestellungen in ihrem Namen und für ihre Rechnung entgegenzunehmen. Mit erfolgreicher Zahlung an nahgenuss ist die Zahlungspflicht der Kundin beziehungsweise des Kunden gegenüber der Verkäuferin beziehungsweise dem Verkäufer mit schuldbefreiender Wirkung erfüllt. Die Weiterleitung an die Verkäuferseite erfolgt abzüglich der vereinbarten Servicegebühr nach Abschnitt 14.

Die technische Zahlungsabwicklung erfolgt über Saferpay beziehungsweise Worldline. Ergänzend gelten die Bedingungen des jeweiligen Zahlungsdienstleisters. Vollständige Kartendaten werden ausschließlich durch den Zahlungsdienstleister verarbeitet und nicht von nahgenuss gespeichert.

Schlägt eine Zahlung fehl oder wird ein fälliger Betrag nicht geleistet, kann die Bestellung nach vorheriger Verständigung und Setzung einer angemessenen Nachfrist abgelehnt oder storniert werden. Bei Verzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Notwendige und zweckentsprechende Kosten einer berechtigten außergerichtlichen Betreibung können im gesetzlich zulässigen Umfang und nur in angemessener, zum betriebenen Betrag im Verhältnis stehender Höhe verrechnet werden.

10. Stornierungen und Rückerstattungen

Stornierungen außerhalb eines gesetzlichen Rücktrittsrechts bedürfen der Zustimmung der jeweiligen Verkäuferin beziehungsweise des Verkäufers, sofern im Angebot keine günstigere Regelung vorgesehen ist. Das gesetzliche Rücktrittsrecht nach Abschnitt 11 sowie gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.

Wird eine Bestellung von der Verkäuferseite storniert oder kann sie nicht erfüllt werden, werden bereits erhaltene Zahlungen für die betroffenen Produkte unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen, über das ursprüngliche Zahlungsmittel zurückerstattet. Eine abweichende Erstattungsform wird nur mit Zustimmung der Kundin beziehungsweise des Kunden gewählt; Kosten entstehen dadurch nicht.

Ungerechtfertigte Rückbuchungen lassen bestehende Zahlungsansprüche unberührt. Bevor eine Rückbuchung veranlasst wird, bitten wir um Kontaktaufnahme, damit Unstimmigkeiten geprüft werden können. Berechtigte Einwendungen von Verbraucher:innen und deren zahlungsrechtliche Ansprüche bleiben in jedem Fall unberührt.

11. Rücktrittsrecht für Verbraucher:innen (Fernabsatz)

Verbraucher:innen können binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag zurücktreten (§ 11 FAGG). Die Frist beginnt bei Warenlieferungen mit dem Tag, an dem die Kundin, der Kunde oder eine von ihr beziehungsweise ihm benannte dritte Person die Ware in Besitz nimmt; bei mehreren getrennt gelieferten Waren mit Erhalt der zuletzt gelieferten Ware.

Ausübung: Der Rücktritt ist gegenüber der jeweiligen Verkäuferin beziehungsweise dem jeweiligen Verkäufer zu erklären; deren Kontaktdaten stehen im Betriebsprofil und in der Bestellbestätigung. Die Erklärung ist an keine Form gebunden; es kann das gesetzliche Muster-Widerrufsformular verwendet werden, das im Bestellablauf bereitgestellt und auf Anfrage zugesendet wird. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Erklärung.

Folgen des Rücktritts: Erhaltene Zahlungen werden unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang der Rücktrittserklärung, über dasselbe Zahlungsmittel zurückerstattet. Die Rückzahlung kann bis zum Erhalt der Ware oder bis zur Vorlage eines Rücksendenachweises zurückbehalten werden. Die Ware ist binnen 14 Tagen zurückzusenden. Die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägt die Kundin beziehungsweise der Kunde, sofern im Angebot nichts anderes zugesagt wurde; darauf wird vor Abgabe der Bestellung hingewiesen. Für einen Wertverlust durch eine Nutzung, die über die Prüfung von Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise hinausgeht, kann Wertersatz anfallen.

Ausnahmen (§ 18 FAGG): Kein Rücktrittsrecht besteht insbesondere bei Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum rasch überschritten würde (etwa frisches Fleisch, Fisch, Molkereiprodukte), bei Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt oder eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten wurden (etwa individuelle Zuschnitte oder Portionierungen), sowie bei versiegelten Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde.

Ob eine Ausnahme greift, hängt vom konkreten Produkt ab. Die Verkäuferin beziehungsweise der Verkäufer informiert darüber vor Abgabe der Bestellung. Gesetzliche Gewährleistungsrechte bei mangelhafter Ware bleiben in jedem Fall unberührt.

12. Gewährleistung, Mängel und Reklamationen

Für Mängel der Ware gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen im Verhältnis zwischen Verkäufer:in und Kund:in. Reklamationen sind daher an die jeweilige Verkäuferin beziehungsweise den jeweiligen Verkäufer zu richten. nahgenuss unterstützt auf Wunsch bei der Kommunikation und kann zwischen den Beteiligten vermitteln, wird dadurch aber nicht selbst Vertragspartner des Kaufvertrags.

Bei leicht verderblicher Ware sollte ein Mangel möglichst unverzüglich nach Erhalt mit aussagekräftigen Fotos dokumentiert werden. Eine verspätete Meldung schließt zwingende gesetzliche Rechte von Verbraucher:innen nicht aus, kann aber die Klärung der Ursache erschweren. Eine Rügeobliegenheit zulasten von Verbraucher:innen wird nicht vereinbart.

Gegenüber Unternehmer:innen gilt die Untersuchungs- und Rügepflicht nach § 377 UGB. Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz bleiben unberührt.

Für Partnerbetriebe

13. Besondere Bedingungen für Verkäufer:innen

Die Abschnitte 13 bis 16 gelten ausschließlich im Verhältnis zwischen nahgenuss und Partnerbetrieben und begründen keine Pflichten für Kund:innen.

Eigenverantwortung

Verkäufer:innen sind für ihre Produkte, Angebote, Preise, Verfügbarkeit, Lebensmittelkennzeichnung, Steuern, Rechnungen, Schlachtung, Verarbeitung, Verpackung und die Erfüllung der Kaufverträge verantwortlich.

Rechtmäßigkeit

Es dürfen nur Produkte angeboten werden, deren Verkauf gesetzlich zulässig ist. Erforderliche Genehmigungen, Registrierungen, Bio-Zertifikate und lebensmittelrechtliche Voraussetzungen müssen vorliegen und auf Verlangen nachgewiesen werden.

Bestellungen erfüllen

Angenommene Bestellungen sind ordnungsgemäß und termingerecht zu erfüllen. Ist dies nicht möglich, müssen Kund:innen und nahgenuss unverzüglich informiert werden.

Unterstützung durch nahgenuss

nahgenuss kann bei Registrierung, Profilgestaltung, Marketing, Kommunikation, Zahlung und Versand unterstützen, übernimmt aber nicht die Herstellung oder Verarbeitung der angebotenen Lebensmittel.

Angaben und Nachweise

Verkäufer:innen stellen die gesetzlich vorgesehenen Identitäts-, Kontakt-, Registrierungs- und Zahlungsangaben bereit, halten sie aktuell und bestätigen, ausschließlich rechtskonforme Produkte anzubieten.

Freistellung

Verkäufer:innen halten nahgenuss von berechtigten Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung ihrer Pflichten aus diesen AGB beruhen. nahgenuss informiert unverzüglich und stimmt die Verteidigung ab.

14. Servicegebühr, Abrechnung und Fälligkeit

Kommt über nahgenuss ein Kaufvertrag zustande, berechnet nahgenuss der Verkäuferin beziehungsweise dem Verkäufer eine Servicegebühr von 17 % des mit der Bestellung erzielten Bruttoumsatzes, jeweils zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer auf die Servicegebühr.

Die Gebühr fällt nur für tatsächlich zustande gekommene und nicht rückabgewickelte Verkäufe an und wird anhand des endgültigen Kaufpreises berechnet. Bei Storno, berechtigtem Rücktritt oder Rückabwicklung entfällt die Gebühr beziehungsweise wird sie gutgeschrieben.

Bei gewichtsabhängiger Abrechnung müssen Verkäufer:innen den endgültigen Preis vollständig und rechtzeitig bekannt geben. Erfolgt keine Mitteilung, kann vorläufig der im Bestellvorgang ausgewiesene Circa-Betrag als Berechnungsgrundlage verwendet werden; eine spätere Korrektur in beide Richtungen bleibt möglich.

Abrechnung: nahgenuss stellt monatlich eine Abrechnung über die angefallenen Servicegebühren bereit. Die Verrechnung erfolgt vorrangig durch Abzug von den treuhändig vereinnahmten Kundenzahlungen. Reicht dieser Betrag nicht aus, ist der Restbetrag binnen 14 Tagen ab Rechnungsdatum zur Zahlung fällig. Bei Verzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen für unternehmerische Geschäfte.

Einwendungen gegen eine Abrechnung sind binnen 30 Tagen ab Zugang zu erheben. Weitere Leistungen oder Kosten werden nur verrechnet, wenn sie vorab transparent und in Textform vereinbart wurden.

15. Kundenschutz und Folgeumsätze

Diese Regelung gilt ausschließlich im Verhältnis zwischen nahgenuss und Verkäufer:innen und begründet keine Pflichten für Kund:innen.

Vermittelte Kund:innen sind Personen, die vor ihrer ersten über die Plattform ausgelösten Bestellung noch keine Kund:innen des jeweiligen Partnerbetriebs waren. Bestandskund:innen, die der Partnerbetrieb nachweislich bereits vor dem Erstkontakt über nahgenuss betreut hat, sind ausgenommen; der Nachweis kann durch geeignete Unterlagen (etwa frühere Rechnungen oder Lieferscheine) erbracht werden.

Bestellt eine vermittelte Kundin beziehungsweise ein vermittelter Kunde innerhalb von 24 Monaten nach der letzten über die Plattform abgewickelten Bestellung direkt beim selben Partnerbetrieb (etwa telefonisch, per E-Mail oder persönlich), fällt für diese Umsätze die Servicegebühr nach Abschnitt 14 an. Nach Ablauf dieser Frist entfällt die Gebührenpflicht.

Keine Exklusivität: Der Kundenschutz begründet weder ein Ausschließlichkeitsverhältnis noch eine Preisbindung. Partnerbetriebe dürfen jederzeit über eigene Kanäle und andere Plattformen verkaufen, ihre Preise frei gestalten und dort auch günstigere Konditionen anbieten.

Verkäufer:innen melden gebührenpflichtige Folgeumsätze vollständig und wahrheitsgemäß, in der Regel monatlich. Abweichende oder individuelle Vereinbarungen bedürfen der Textform.

16. Ranking, Transparenz, Daten und Beschwerden für Partnerbetriebe

Ranking: Die Reihenfolge, in der Betriebe und Produkte in Übersichten und Suchergebnissen dargestellt werden, wird entweder nach dem Bestellschluss oder nach dem Zufallsprinzip bestimmt. Alle freigeschalteten Partnerbetriebe haben damit die gleiche Chance auf eine vordere Platzierung. Eine Bevorzugung nach Umsatz, Betriebsgröße, Dauer der Partnerschaft, Bewertungen oder vergleichbaren Kriterien findet nicht statt. Setzen Nutzer:innen Filter oder Suchbegriffe ein, wird dadurch ausschließlich die angezeigte Auswahl eingeschränkt; die Reihenfolge innerhalb des Ergebnisses bleibt zufällig.

Keine bezahlte Platzierung: Eine Beeinflussung der Reihenfolge gegen direktes oder indirektes Entgelt ist ausgeschlossen. nahgenuss bietet weder bezahlte Platzierungen noch entgeltliche Hervorhebungen an.

Differenzierte Behandlung: nahgenuss bietet keine eigenen Waren auf der Plattform an und bevorzugt keine eigenen Angebote. Sollte sich dies ändern, werden Art und Umfang einer differenzierten Behandlung hier offengelegt.

Zugang zu Daten: Verkäufer:innen können die zu ihren eigenen Bestellungen erhobenen Daten (Bestell-, Kunden- und Umsatzdaten) jederzeit über ihr Konto einsehen und exportieren. Aggregierte, nicht personenbezogene Plattformdaten verwendet nahgenuss zur Verbesserung und Sicherheit des Dienstes. Eine Weitergabe personenbezogener Kundendaten an Dritte zu Werbezwecken findet nicht statt.

Beschwerdemanagement: Verkäufer:innen können Beschwerden zu diesen Vertragsbedingungen, zu technischen Problemen sowie zu Maßnahmen nach Abschnitt 18 kostenfrei an info@nahgenuss.at richten. Wir bestätigen den Eingang, prüfen die Beschwerde individuell und in angemessener Frist und teilen das Ergebnis begründet mit.

Mediation: Für Streitigkeiten, die intern nicht beigelegt werden können, ist nahgenuss bereit, in eine Mediation einzutreten. Als Mediationseinrichtungen kommen dafür insbesondere die Mediationsstelle der Wirtschaftskammer Steiermark sowie eingetragene Mediator:innen aus der beim Bundesministerium für Justiz geführten Mediator:innenliste (mediatoren.justiz.gv.at) in Betracht; die konkrete Person wird einvernehmlich ausgewählt. Die Kosten werden nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben aufgeteilt. Die Bereitschaft zur Mediation begründet keine Verpflichtung zur Einigung; der Weg zu den ordentlichen Gerichten bleibt offen.

17. Inhalte, Bilder und Nutzungsrechte

Nutzer:innen bleiben Inhaber:innen der Rechte an ihren Texten, Fotos, Videos, Bewertungen und sonstigen Inhalten. Sie sichern zu, dass sie zur Veröffentlichung berechtigt sind und keine Rechte Dritter – insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- und Datenschutzrechte – verletzen.

Mit dem Hochladen räumen Nutzer:innen nahgenuss ein nicht ausschließliches, räumlich unbeschränktes und unentgeltliches Nutzungsrecht ein, soweit dies erforderlich ist, um die Inhalte auf der Plattform, in Suchergebnissen, in sozialen Medien und in Werbung für das jeweilige Angebot oder für nahgenuss darzustellen. Eine inhaltliche Veränderung erfolgt nur, soweit sie für Formatierung, technische Darstellung oder redaktionelle Aufbereitung erforderlich und zumutbar ist.

Dauer und Widerruf: Das Nutzungsrecht endet mit Löschung des Inhalts oder des Kontos. Bereits rechtmäßig hergestellte Druck- und Werbematerialien sowie Archiv- und Sicherungskopien dürfen noch für einen Übergangszeitraum von längstens sechs Monaten weiterverwendet beziehungsweise aufbewahrt werden, soweit eine sofortige Entfernung technisch oder wirtschaftlich unzumutbar ist.

Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige, irreführende, beleidigende, diskriminierende, jugendgefährdende oder schadsoftwarehaltige Inhalte. Bewertungen müssen auf einer tatsächlichen Bestellung beruhen und dürfen nicht gekauft, gefälscht oder manipuliert sein.

18. Meldung rechtswidriger Inhalte, Moderation und Beschwerden

Meldeverfahren: Jede Person kann Inhalte, die sie für rechtswidrig hält, elektronisch an info@nahgenuss.at melden. Eine Meldung sollte enthalten: eine Begründung, warum der Inhalt rechtswidrig sein soll, die genaue Fundstelle (URL), Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person sowie die Bestätigung, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind. Wir bestätigen den Eingang und entscheiden zeitnah, sorgfältig, objektiv und nicht willkürlich.

Mögliche Maßnahmen: Wir können Inhalte entfernen oder den Zugang dazu sperren, Angebote ausblenden, die Sichtbarkeit einschränken, Auszahlungen vorübergehend zurückhalten sowie Konten einschränken, aussetzen oder beenden, wenn konkrete Anhaltspunkte für Rechtsverstöße, Verstöße gegen diese AGB, Gefährdungen der Lebensmittelsicherheit, Betrug, Missbrauch oder erhebliche Beeinträchtigungen der Plattform bestehen. Die Prüfung erfolgt durch Menschen; automatisierte Verfahren werden nur unterstützend eingesetzt.

Begründung: Betroffene erhalten eine klare und spezifische Begründung der Entscheidung mit Angabe der Art und Reichweite der Maßnahme, der zugrunde liegenden Tatsachen und Umstände, eines etwaigen Einsatzes automatisierter Verfahren, der herangezogenen Rechtsgrundlage oder AGB-Bestimmung sowie der Rechtsbehelfsmöglichkeiten – sofern die Kontaktdaten bekannt sind und keine gesetzliche Ausnahme entgegensteht.

Beschwerde: Gegen unsere Entscheidungen kann innerhalb von sechs Monaten ab Zugang der Begründung kostenfrei und elektronisch Beschwerde an info@nahgenuss.at erhoben werden. Beschwerden werden nicht ausschließlich automatisiert geprüft und begründet beantwortet. Erweist sich eine Maßnahme als unberechtigt, wird sie unverzüglich rückgängig gemacht.

Außergerichtliche Streitbeilegung: Betroffene können zusätzlich eine nach Artikel 21 des Digital Services Act zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle anrufen. Der Weg zu den ordentlichen Gerichten bleibt in jedem Fall offen.

Beendigung bei Verkäufer:innen: Eine dauerhafte Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Partnerbetrieb kündigen wir – außer bei schwerwiegenden Verstößen, gesetzlichen Verpflichtungen oder Gefahr im Verzug – mindestens 30 Tage im Voraus begründet an.

19. nahgenuss-Gutscheine

nahgenuss-Gutscheine sind Wertgutscheine und können nach Zahlungseingang für die dafür freigegebenen Produkte auf nahgenuss.at verwendet werden. Aussteller und Verpflichteter aus dem Gutschein ist nahgenuss. Der Gutschein ist während des Bestellvorgangs einzulösen. Ist der Bestellwert höher, ist die Differenz mit einer verfügbaren Zahlungsart zu begleichen; ein verbleibendes Restguthaben bleibt erhalten und kann weiterverwendet werden.

Gültigkeit: Gutscheine und Restguthaben unterliegen der allgemeinen gesetzlichen Verjährungsfrist von 30 Jahren. Eine Befristung wird nicht vereinbart.

Eine Barablöse, Wiederaufladung oder gewerbliche Weiterveräußerung ist ausgeschlossen, soweit kein zwingender gesetzlicher Anspruch besteht. Die Weitergabe als Geschenk an Privatpersonen ist zulässig.

Ein Gutschein begründet keinen Anspruch auf ein bestimmtes Produkt oder auf die dauerhafte Verfügbarkeit einzelner Angebote. Produktbezogene Bezeichnungen beschränken den Gutschein nicht über seinen ausgewiesenen Geldwert hinaus, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

Slow Sale: nahgenuss-Gutscheine und Promo-Codes können nicht bei Slow Sale eingelöst werden. Die Einlösung ist ausschließlich im Bestellvorgang auf nahgenuss.at möglich.

Gutscheincodes sind sorgfältig zu verwahren. Für Verlust, Weitergabe oder unbefugte Verwendung haftet nahgenuss nach den gesetzlichen Vorschriften; eine Ersatzausstellung ist bei nachgewiesenem Erwerb und nicht eingelöstem Guthaben möglich. Bei begründetem Betrugsverdacht können Gutscheine vorläufig gesperrt werden; die betroffene Person wird verständigt und der Vorgang unverzüglich geprüft.

20. Haftung

nahgenuss haftet uneingeschränkt nach den gesetzlichen Vorschriften für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und für die Verletzung ausdrücklich zugesicherter Eigenschaften bleibt unberührt.

Leichte Fahrlässigkeit: Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Nutzer:innen regelmäßig vertrauen dürfen, haftet nahgenuss der Höhe nach beschränkt auf den bei Vertragsabschluss typischerweise vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Gegenüber Verbraucher:innen gilt dieser Ausschluss nur im gesetzlich zulässigen Umfang.

nahgenuss haftet nicht für Herstellung, Qualität, Kennzeichnung, Verfügbarkeit oder vertragsgemäße Übergabe der von Verkäufer:innen angebotenen Produkte, soweit diese Umstände außerhalb des Verantwortungsbereichs von nahgenuss liegen. Verantwortlich ist insoweit die jeweilige Verkäuferin beziehungsweise der jeweilige Verkäufer.

Für vorübergehende Einschränkungen der Erreichbarkeit durch angekündigte Wartung, höhere Gewalt, Ausfälle von Kommunikationsnetzen oder nicht von nahgenuss beherrschbare Drittsysteme wird keine bestimmte Verfügbarkeit zugesagt; eine Haftung besteht insoweit nur nach den vorstehenden Absätzen. Zwingende gesetzliche Ansprüche bleiben in jedem Fall unberührt.

21. Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt – etwa Naturkatastrophen, Epidemien, Tierseuchen, behördliche Maßnahmen, Energie- oder Netzausfälle, Streiks oder kriegerische Auseinandersetzungen – befreien beide Seiten für ihre Dauer von der Leistungspflicht, soweit sie die Erfüllung unmöglich machen oder unzumutbar erschweren.

Die betroffene Seite informiert unverzüglich. Dauert die Behinderung länger als 30 Tage, können beide Seiten vom betroffenen Vertrag zurücktreten; bereits geleistete Zahlungen werden erstattet. Weitergehende Ansprüche bestehen nicht.

22. Aufrechnung und Abtretung

Verbraucher:innen können mit Gegenforderungen aufrechnen, die im rechtlichen Zusammenhang mit ihrer Verbindlichkeit stehen, gerichtlich festgestellt oder von uns anerkannt sind sowie im Fall unserer Zahlungsunfähigkeit. Unternehmer:innen können nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

nahgenuss darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit Zustimmung übertragen; ausgenommen ist die Übertragung im Rahmen einer Unternehmensnachfolge, wobei ein Kündigungsrecht der Nutzer:innen besteht.

23. Vertragsdauer und Beendigung

Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Nutzer:innen können ihr Konto jederzeit und ohne Angabe von Gründen kündigen, sofern keine offenen Bestellungen, Zahlungen oder sonstigen Abwicklungspflichten entgegenstehen.

nahgenuss kann den Nutzungsvertrag mit Kund:innen unter Einhaltung einer Frist von einem Monat ordentlich kündigen. Gegenüber Verkäufer:innen beträgt die Frist mindestens 30 Tage; die Kündigung wird begründet. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten bestehen.

Bereits geschlossene Kaufverträge, offene Forderungen, gesetzliche Aufbewahrungspflichten sowie Bestimmungen, die ihrer Natur nach fortgelten sollen (insbesondere Abschnitte 15, 17, 20 und 26 bis 29), bleiben von der Vertragsbeendigung unberührt.

24. Änderungen dieser AGB

Wir können diese AGB ändern, wenn dafür ein sachlich gerechtfertigter Grund besteht – etwa neue oder geänderte Funktionen, veränderte Abläufe, geänderte Rechtslage oder höchstgerichtliche Rechtsprechung. Änderungen werden rechtzeitig in Textform oder über das Nutzerkonto mitgeteilt und dabei hervorgehoben.

Verbraucher:innen: Änderungen bedürfen der Zustimmung. Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn nicht innerhalb von sechs Wochen ab Zugang der Mitteilung widersprochen wird; auf diese Wirkung und auf das Widerspruchs- und Kündigungsrecht wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Im Fall eines Widerspruchs kann jede Seite den Nutzungsvertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung wesentlich zulasten der Verbraucher:innen verschieben, bedürfen einer ausdrücklichen Zustimmung.

Verkäufer:innen: Es gilt eine Vorankündigungsfrist von mindestens 15 Tagen; bei Änderungen, die technische oder betriebliche Anpassungen erfordern, wird eine entsprechend längere Frist eingeräumt. Verkäufer:innen können den Vertrag vor Inkrafttreten der Änderung kündigen. Eine kürzere Frist gilt nur, soweit eine gesetzliche Verpflichtung, eine Sicherheitsmaßnahme oder die Abwehr einer unmittelbaren Gefahr dies erfordert.

Bereits abgeschlossene Kaufverträge bleiben von Änderungen unberührt; für sie gilt die bei Vertragsabschluss vereinbarte Fassung.

25. Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, zu Cookies und zu den Rechten betroffener Personen enthält unsere separate Datenschutzerklärung. Sie ist nicht Bestandteil dieser AGB und begründet keine Zustimmung durch bloße Webseitennutzung. Erforderliche Einwilligungen werden gesondert und ausdrücklich eingeholt.

26. Beschwerden und Streitbeilegung für Verbraucher:innen

Beschwerden richten Sie bitte zunächst an info@nahgenuss.at. Wir bemühen uns um eine rasche und einvernehmliche Lösung und antworten in der Regel innerhalb weniger Werktage.

Wir sind weder gesetzlich verpflichtet noch generell bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Lässt sich eine Streitigkeit im Einzelfall nicht einvernehmlich lösen, informieren wir Sie über die inhaltlich zuständige Schlichtungsstelle und darüber, ob wir an einem Verfahren teilnehmen.

Hinweis: Die EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) wurde mit 20. Juli 2025 eingestellt. Ein Verweis darauf ist daher entfallen. Der Weg zu den ordentlichen Gerichten steht unabhängig davon jederzeit offen.

27. Anwendbares Recht

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Bei Verbraucher:innen gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der zwingende Schutz des Rechts jenes Staates nicht entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

28. Gerichtsstand

Für Streitigkeiten mit Unternehmer:innen wird das sachlich zuständige Gericht in Graz als ausschließlicher Gerichtsstand vereinbart. Für Verbraucher:innen gelten ausschließlich die gesetzlichen Gerichtsstände; für Verbraucher:innen mit Wohnsitz, gewöhnlichem Aufenthalt oder Beschäftigungsort im Inland ist nach § 14 KSchG nur eines dieser Gerichte zuständig.

29. Salvatorische Regelung

Sollte eine Bestimmung unwirksam oder undurchführbar sein, bleiben die übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Regelung treten die gesetzlichen Vorschriften. Gegenüber Verbraucher:innen gilt diese Regelung nur im gesetzlich zulässigen Umfang; eine geltungserhaltende Reduktion zu deren Lasten findet nicht statt.

Fragen zu den AGB?

Wir erklären unsere Bedingungen gerne verständlich und helfen bei Fragen zu Bestellungen, Zahlungen oder der Zusammenarbeit weiter.

info@nahgenuss.at