schließen
Einkauf
Es befinden sich keine Produkte in der Einkaufstasche
Einkauf fortsetzen

Fleischarten im Überblick: Rind, Schwein, Lamm, Geflügel, Wild

 

Fleischarten
Fleischarten im Überblick

Rind, Schwein, Lamm, Geflügel, Wild – jede Fleischart hat eigene Eigenschaften in Farbe, Geschmack, Fettgehalt und idealer Zubereitung. In Österreich liegt der Fleischkonsum bei rund 58 kg pro Kopf und Jahr, langfristig mit sinkender Tendenz. Schweinefleisch ist die mit Abstand meistgegessene Fleischart – der Pro-Kopf-Konsum ist mehr als dreimal so hoch wie jener von Rind- und Kalbfleisch.

Bio-Rindfleisch direkt vom Bauernhof kaufen

Fleischarten im Vergleich

Jede Fleischart hat ein typisches Profil aus Farbe, Geschmack, Fettgehalt und idealer Garmethode. Die Tabelle gibt einen schnellen Überblick – die Detailabschnitte darunter gehen genauer auf jede Art ein.

Die wichtigsten Fleischarten im Vergleich

Rind

Farbe & Charakter: dunkelrot, kräftig

Fettgehalt: mager bis marmoriert

Typische Verwendung: Steak, Braten, Gulasch, Sieden

Kalb

Farbe & Charakter: hellrosa, mild, feinfasrig

Fettgehalt: sehr mager

Typische Verwendung: Schnitzel, Braten, Geschnetzeltes

Schwein

Farbe & Charakter: hellrosa, mild

Fettgehalt: mager bis fettreich

Typische Verwendung: Braten, Schnitzel, Wurst, Speck

Lamm

Farbe & Charakter: rosa bis dunkelrot, aromatisch

Fettgehalt: mittel

Typische Verwendung: Karree, Keule, Schmoren

Geflügel

Farbe & Charakter: hell („weißes Fleisch")

Fettgehalt: mager (Brust) bis fett (Gans)

Typische Verwendung: Kurzbraten, Braten, Suppe

Wild

Farbe & Charakter: dunkelrot, intensiv

Fettgehalt: sehr mager

Typische Verwendung: Kurzbraten (Rücken), Schmoren (Keule)

Rotes vs. weißes Fleisch

Die Einteilung richtet sich nach dem Gehalt am Muskelfarbstoff Myoglobin: Rotes Fleisch umfasst Rind, Schwein, Lamm und Wild, weißes Fleisch vor allem Huhn und Pute. Ernährungswissenschaftlich ist die Unterscheidung relevant, weil ein hoher Konsum von rotem und besonders von verarbeitetem Fleisch (Wurst, Selchwaren) mit erhöhten Gesundheitsrisiken verbunden wird; für unverarbeitetes Geflügel ist die Studienlage weniger eindeutig. Was das konkret bedeutet, ordnet das Kapitel Fleisch & Ernährung ein.

Rind & Kalb

Rindfleisch ist dunkelrot, kräftig im Geschmack und ein hervorragender Eisen- und Vitamin-B12-Lieferant. Kalbfleisch stammt von Jungtieren, ist heller, feinfasriger und milder. Rind eignet sich vom Kurzbraten der Edelteile am Rücken bis zum stundenlangen Schmoren und Sieden von Bein, Schulter und Nacken.

Charakteristisch für das Rind ist die große Spannweite an Teilstücken: Während Lungenbraten, Beiried und Rostbraten kurzfasrig und zart sind, brauchen bindegewebsreiche Stücke wie Wadschinken oder Schulter Zeit und feuchte Hitze. Die Reifung spielt beim Rind eine größere Rolle als bei jeder anderen Fleischart – frisches Rindfleisch wäre zäh (siehe Fleischreifung).

Welches Stück wofür ideal ist, zeigt der Artikel Rind-Teilstücke; zur richtigen Garstufe siehe Kerntemperatur Rind. Die feineren Cuts vom Jungtier behandelt der Artikel Kalb-Teilstücke.

Direkt vom Bauern: Bio-Rindfleisch direkt vom Bauernhof kaufen

Schwein

Schweinefleisch hat in Österreich große Tradition – vom Schweinsbraten über das Schnitzel bis zu Selchfleisch, Wurst, Schinken und Speck. Mehr als die Hälfte wird verarbeitet konsumiert. Es ist hell, mild und vielseitig. Wichtige Teile sind der marmorierte Schopf, das Karree, der Schlögel, der Bauch und die Stelze.

Details findest du im Artikel Schwein-Teilstücke. Spannend sind auch seltene Schweinerassen wie Mangalitza und Turopolje, deren Fleisch besonders aromatisch und stark marmoriert ist.

Direkt vom Bauern: Bio-Schweinefleisch direkt vom Bauernhof kaufen

Lamm & Schaf

Als „Lamm" gilt ein Schaf unter einem Jahr; das Fleisch ist mild, zart und aromatisch. Milchlämmer liefern besonders helles Fleisch, Mastlämmer dunkelrosa. Schaf- und Hammelfleisch von älteren Tieren ist kräftiger und fester. Lamm hat starke Saisonspitzen zu Ostern und Weihnachten.

Welche Teilstücke geeignet sind und wie sie sich unterscheiden, erklärt der Artikel Lamm-Teilstücke.

Direkt vom Bauern: Bio-Lammfleisch kaufen · saisonal:  Bio-Osterfleisch bestellen

Geflügel

Huhn, Pute, Ente und Gans liefern „weißes" Fleisch, das – anders als rotes Fleisch – nicht mit erhöhtem Krebsrisiko in Verbindung gebracht wird. Hühnerbrust ist besonders mager und eiweißreich, die Keule saftiger und etwas fetter. Ente und Gans sind deutlich fettreicher und die klassischen Festtagsbraten (Martini- und Weihnachtsgans).

Wichtig: Geflügel muss wegen des Salmonellen- und Campylobacter-Risikos immer vollständig durchgegart werden – auf mindestens 72–74 °C Kerntemperatur. Auch bei der Küchenhygiene ist Sorgfalt gefragt (Schneidbretter und Hände nach Kontakt mit rohem Geflügel gründlich reinigen). Konkrete Werte findest du unter Kerntemperaturen; die einzelnen Teile erklärt der Artikel Geflügel-Teilstücke.

Direkt vom Bauern: Bio-Huhn · Bio-Truthahn & Pute · Bio-Gans bestellen

Wild

Handgezeichnete Illustration: Reh am Waldrand auf einer Lichtung mit Birken und Farnen, im Hintergrund sanfte grüne Hügel.

Wildfleisch ist mager, eisenreich und aromatisch – Reh, Hirsch und Wildschwein leben frei in heimischen Wäldern.

Reh (fein, mild), Hirsch bzw. Rotwild (kräftiger, grobfasriger) und Wildschwein (saftig, intensiv) sind mager, eiweiß- und eisenreich. Rücken und Filet eignen sich zum Kurzbraten, Keule und Schulter zum Schmoren. Welcher Cut wofür passt, zeigt der Artikel Wild-Teilstücke.

Sicherheitshinweis: Wildschwein muss wegen möglicher Trichinen immer vollständig durchgegart werden (Kerntemperatur 75 °C, kein rosa).

Direkt vom Jäger: Wildfleisch kaufen

Ziege/Kitz, Kaninchen & weitere

Nischenfleischarten mit regionaler Tradition: Kitz (zart, österliche Tradition), Kaninchen (mager, feinfasrig), Pferd (dunkel, süßlich, eisenreich) sowie Spezialitäten wie Wasserbüffel, Bison, Yak oder Wagyu. Über die Direktvermarktung sind auch seltene Rassen und Arten verfügbar – mehr dazu im Beitrag Ziegenkitzfleisch und Wagyu-Rind.

Direkt vom Bauern: Bio-Ziegen- & Kitzfleisch kaufen

Häufige Fragen zu Fleischarten

Was ist der Unterschied zwischen rotem und weißem Fleisch?

Rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm, Wild) enthält viel Muskelfarbstoff Myoglobin und ist roh dunkelrot. Weißes Fleisch (Huhn, Pute) ist heller. Nur ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch wird mit erhöhten Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht.

Welche Fleischart essen die Österreicher am meisten?

Schweinefleisch – mit Abstand. Der Pro-Kopf-Konsum liegt mehr als dreimal so hoch wie jener von Rind- und Kalbfleisch, über die Hälfte davon verarbeitet als Wurst, Schinken oder Speck.

Was ist der Unterschied zwischen Lamm, Schaf und Hammel?

Lamm ist ein Schaf unter einem Jahr (mild, zart). Schaffleisch älterer Tiere ist kräftiger und fester, Hammel ein kastriertes männliches Schaf mit intensivem Aroma.

Welche Fleischart ist am magersten?

Wild (Reh, Hirsch) und Geflügelbrust gehören zu den magersten Optionen, ebenso Kalb und magere Rinder-Cuts wie Lungenbraten oder Nuss.

Noch Fragen? Unser KI-Berater „Frag den Fleischhauer“ antwortet dir sofort.
Frag den Fleischhauer
Weiter im Lexikon
Teilstücke & Cuts (AT/DE)Fleischqualität: Marmorierung, Reifung, GütesiegelZubereitung & KerntemperaturenTierhaltung & TierwohlZurück zur Lexikon-Übersicht

Bio-Fleisch direkt vom Bauern

Egal ob Rind, Schwein, Lamm, Geflügel oder Wild: Bei nahgenuss bestellst du Bio-Fleisch direkt beim Bauern – als küchenfertiges Mischpaket, mit transparenter Herkunft.

Bio-Fleisch online kaufen
Bauernhöfe entdecken  ·  Warum nahgenuss?